
Radsport
Die Bahn und ihre Disziplinen
Sprint, Keirin, Verfolgung, Punktefahren: Wer die Programmfolge eines Bahnabends liest, erkennt schnell, welche Rennen über Antritte entschieden werden und welche über Rhythmus.
Ressort
Der Bahnradsport hat ein eigenes Vokabular: Linien auf dem Belag, überhöhte Kurven, Übersetzungen ohne Leerlauf und eine Programmfolge, die sich lesen lässt wie ein Fahrplan. Dieses Ressort erklärt diese Ordnung.
Übersicht
Fünf Beiträge, drei kurze Erklärungen und die Begriffe, die auf der Bahn vorausgesetzt werden.

Radsport
Sprint, Keirin, Verfolgung, Punktefahren: Wer die Programmfolge eines Bahnabends liest, erkennt schnell, welche Rennen über Antritte entschieden werden und welche über Rhythmus.
Sportstätte
Messlinie, Sprinterlinie, Steherlinie: Drei Markierungen teilen die Bahn in Zonen mit klaren Vorrechten.
Disziplinen
Sprint und Keirin dauern wenige Runden und werden trotzdem lange vorbereitet. Taktik entsteht hier aus Position und Timing.
Vorbereitung
Der Aufbau auf der Bahn folgt anderen Regeln als auf der Strasse: kurze, sehr intensive Einheiten, viel Technik, wenig Umfang.
Jahresplan
Viele Fahrerinnen und Fahrer wechseln zwischen beiden Welten. Der Kalender macht das möglich, verlangt aber klare Schwerpunkte.
Kurz erklärt
Kurze Erklärungen zu Begriffen und Abläufen, die in den Beiträgen vorausgesetzt werden.
Kurz erklärt
In der Kurve wirkt eine Kraft nach aussen. Eine flache Bahn müsste diese Kraft allein über den Reifen aufnehmen; die Neigung des Belags verteilt sie stattdessen in Richtung Untergrund. Deshalb lässt sich in der überhöhten Kurve fahren, ohne zu bremsen.
Wie stark die Neigung ausfällt, hängt von der Länge der Bahn ab: Je kürzer das Oval, desto enger die Kurve und desto steiler der Belag. In den Geraden fällt die Neigung ab, ohne ganz zu verschwinden.
Vorbereitung
Bahn und Strasse verlangen unterschiedliche Fähigkeiten, schliessen einander aber nicht aus. Viele Programme nutzen die Strasse für Umfang und Grundlage und die Bahn für Antritt, Rhythmus und Technik im engen Feld.
Der Kalender ordnet das: Bahnblöcke liegen oft in den Randmonaten, während die Strassensaison den Sommer trägt. Wer beides fahren will, setzt Schwerpunkte, statt beide Kalender vollständig zu bedienen.
Wettkampf
Ein Bahnabend folgt einer Dramaturgie. Kurze Entscheidungsrennen wechseln sich mit langen Ausdauerdisziplinen ab, damit Publikum und Feld nicht gleichförmig belastet werden; zwischen den Läufen bleibt Zeit für Material und Aufwärmen.
Die Reihenfolge im Programm ist deshalb kein Zufall. Sie verteilt Antritte und Ausdauer so, dass niemand zwei sehr harte Rennen unmittelbar hintereinander bestreiten muss.
Glossar
Vier Begriffe, die in diesem Ressort immer wieder vorkommen. Das vollständige Glossar steht auf der Startseite.